RDG.ENERGY

Warum gründete die ehemalige österreichische Muttergesellschaft RAG Austria AG damals eine Deutschlandgesellschaft?

Die Gründung der RDG ist Ausdruck eines neuen Geschäftsmodells, das auch einen stärkeren Fokus auf ganz Deutschland beinhaltet. Die RDG ist ein Energie-Unternehmen neuen Typs, das die klassische Aufsuchung und Förderung von Erdöl und Erdgas mit erneuerbaren Nutzungskonzepten vereint. Damit bieten wir „das Beste aus zwei Welten“. Das bedeutet auch, dass nach Abschluss der Förderung konventioneller Energieträger die Nachnutzung als regenerative geothermische Energiequelle erfolgt, sofern dies möglich ist. Dies nennen wir „Lagerstätten-Veredelung“. Diesen Ansatz wollen wir nun noch stärker nach Deutschland tragen.

Weshalb wurde die RDG komplett von der Petroleum Equity übernommen?

Im Rahmen eines strategischen Konsolidierungsprozesses beschloss die ehemalige Muttergesellschaft RAG im Jahr 2017, den Fokus ihrer Aktivitäten auf den Standort Österreich zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang erfolgte im Frühjahr 2018 die Ausgründung der RDG aus der RAG und der vollständige Übergang der Gesellschaft an Petroleum Equity. Die RDG GmbH & Co. KG ist ein eigenständiges Unternehmen unter dem Dach des Fachinvestors PE.

Um den Fortbestand des operativ-technischen Know-hows in der RDG vollumfänglich abzusichern, übernahm das Unternehmen im Rahmen des Betriebsübergangs hochqualifizierte Mitarbeiter der RAG, die bereits zuvor für die deutsche Gesellschaft tätig waren. Unverändert übernommen wurden zudem die hohen Umweltschutz- und Sicherheitsstandards, die deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Gleichfalls beibehalten wurde die transparente Dialogkultur, welche vorsieht, im Rahmen aller Vorhaben und Projekte frühzeitig mit Politik, Medien und Bürgern in einen umfassenden Dialog zu treten. Hydraulic Fracturing, das sogenannte „Fracking“, schließt die RDG damals wie heute konsequent aus – das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf die konventionelle Exploration und Produktion von Energieträgern.

Wie ist die Rolle der PE bei der RDG?

Petroleum Equity war von Anbeginn als Partner an der RDG beteiligt. Nach der Ausgründung der RDG aus der RAG ging die Gesellschaft an PE über. Die RDG ist ein eigenständiges Unternehmen unter dem Dach des Fachinvestors PE. Dieser bringt insbesondere durch den Geschäftsführer Bernhard Schmidt umfangreiche Kompetenzen in die RDG ein. Die Petroleum Equity sieht im RDG-Modell – der Kombination von konventionellen E&P-Aktivitäten und regenerativen Energielösungen große Chancen und investiert in dieses Potenzial.

Wofür steht der Name RDG und was symbolisiert er?

Der Name RDG ist vor allem Ausdruck eines veränderten Geschäftsmodells. Wurde die RAG in der Vergangenheit vor allem mit der Aufsuchung von Erdöl- und Erdgas in Verbindung gebracht, so sollte mit dem Namen RDG auch das Geschäftsfeld Geothermie & nachhaltige Nutzung assoziiert werden. Das „D“ im Namen symbolisiert darüber hinaus das langfristige Engagement in Deutschland. Nach der Übernahme der RDG durch die Firma Petroleum Energy wurde der Name beibehalten.

Wie ist die Geschäftsleitung zusammengesetzt und wer ist der Ansprechpartner vor Ort?

Die RDG gliedert sich in die Bereiche Finanzen, Operations und Technik. Nach der Übernahme der RDG durch die Petroleum Equity stand die Kontinuität im RDG-Management im Vordergrund. Sichtbar wird dies nicht nur in der reibungslosen Fortsetzung aller bestehenden Projekte, sondern auch in der Geschäftsführung der RDG, welche in den technisch-operativen Geschäftsbereichen unverändert geblieben ist. Im Bereich der kaufmännischen Geschäftsführung ergeben sich ebenfalls keine Änderungen. Um darüber hinaus zusätzliche Kompetenzen in die RDG einzubringen, stellt Petroleum Equity den erfahrenen E&P-Manager Bernhard Schmidt als Vorsitzenden der Geschäftsführung an die Spitze der RDG. Ansprechpartner vor Ort ist Hans-Jürgen Handler, Geschäftsführer Technik der RDG.

Welche Projekte sind geplant?

In Deutschland ist die RDG im Besitz einer Aufsuchungserlaubnis für das Konzessionsgebiet Salzach-Inn (Bayern). Hier führen wir derzeit ein Projekt in der Gemeinde Ampfing durch.

Unsere Tochtergesellschaft RDG Niedersachsen GmbH verfügt über die Rechte an zwei Erlaubnisfeldern in Norddeutschland. Namentlich handelt es sich um die Felder: Borsum und Heemsen sowie innerhalb der Erlaubnis Borsum die Rechte an den Bewilligungsfeldern Lahberg und Wense. Das Ziel ist die Wiedererschließung der ehemals unwirtschaftlichen Ölfelder sowie die Suche nach möglichen weiteren Vorkommen im Nahbereich dieser Felder. Hier befinden wir uns derzeit noch in der Sondierung. Konkrete Projekte sind noch nicht geplant.

Kooperationen mit Partnerunternehmen bestehen in den Konzessionsgebieten Tannheim (Baden-Württemberg) und Lübben (Brandenburg).

Neben unseren bestehenden Projekten finden zurzeit erste Sondierungen für künftige Projekte statt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus wettbewerblichen Gründen hierzu noch keine weiteren Aussagen treffen können.

In manchen Bundesländern ist Fracking unter Auflagen erlaubt. Wie steht die RDG dazu?

Die Aufsuchung und Erschließung unkonventioneller Vorkommen zählt nicht zum Geschäftsbereich der RDG. Hydraulic Fracturing schließt die RDG konsequent aus.